95 Thesen für eine andere Welt

95 Thesen für eine andere Welt. Das Stück ist eine tolle Zeitansage von Jugendlichen
Im Januar 2017 haben sich 20 Jugendliche aus verschiedenen Kirchengemeinden des Kirchenkreises An Nahe und Glan zum ersten Mal zusammengefunden, um unter professioneller Anleitung ein eigenes Theaterstück anlässlich des Reformationsjubiläums zu erarbeiten. Dabei steht vor allem die Frage im Vordergrund, was uns in einer Welt, die immer mehr aus den Fugen zu geraten scheint, eigentlich Orientierung bietet. Die Jugendlichen zeichnen mit klarem Blick Muster und Strukturen unserer heutigen Gesellschaft nach, prangern Missstände an und sind sich einig: Wir haben Angst! Doch sie zeichnen auch Visionen, wie es anders sein könnte, suchen nach Impulsen zum Auf- und Umbruch und blicken hoffnungsvoll nach vorne. Nach nicht ganz 95 Leitfragen wie „Wo musst Du Widerstand leisten?“, „Wie überwindet man Ängste?“ und „Was gibt Dir Hoffnung?“ haben die Jugendliche zutiefst persönliche Texte entwickelt und diese in Bilder verpackt. Entstanden ist eine sehr ehrliche theatrale Collage, die den Zuschauern im wahrsten Sinne Türen öffnet in die Gedankenwelt der Spieler*innen. Auch nach den Ende des Reformationsjubiläums ist die Thematik des Stückes so aktuell wie nie zuvor.

Auf den Spuren der anderen Reformatoren

Die Studienfahrt der aej Saar „Auf den Spuren der anderen Reformatoren“ fand vom 11.08.2017 bis zum 14.08.2017 unter der Leitung von Rieke Eulenstein statt. Die kleine Gruppe, bestehend aus Rieke Eulenstein und zwei Teilnehmern, besuchte im Rahmen der Studienfahrt die Städte Zürich und Konstanz. Dort lernten sie viel über die Geschichte der Reformation und vor allem über andere Reformatoren die neben Martin Luther ebenfalls wirkten.

Poetry Slam „WORTANSCHLAG“ Finale in Köln

Der Pokal geht nach Aachen!

Am 07.10.2017 war es soweit – Das große Finale von Wortanschlag- Deine These fand in der Trinitatiskirche in Köln statt. In vielen Vorentscheiden während der letzten Wochen innerhalb der Landeskirche, über die auch von uns hier berichtet wurde, wurden die besten Nachwuchsslammer gekührt, die nun in Köln aufeinandertrafen.

Um 19 Uhr gab Anke Fuchs, eine bekannte Poetry Slamerin, den Startschuss für das große Finale. Für acht Kirchenkreise traten folgende Teilnehmer an: Teresa Hank aus Trier, Charlotte Fischer aus Bonn, Tim Gehrmund aus Köln, Linda Kruta aus Krefeld, Lisa Kluge aus Düsseldorf, Lucas Kauls aus Niederberg, Lilli Köppel aus Aachen und Anne Faßbender.

Die Regeln für das Finale waren dieselben wie bei den jeweiligen Vorentscheiden und entsprachen denen von professionellen Poetry-Slam Wettbewerben. Alle Poeten und Poetinnen hatten 5 Minuten Zeit einen Text ihrer Wahl vorzutragen. Dabei war jede Textform erlaubt. Für die Bewertung gilt lediglich der Text und dessen Vortrag. Kostüme oder andere Hilfsmittel sind nicht erlaubt. Anders als bei den Vorentscheiden unterschied sich die Art der Abstimmung. Vorab wurden sieben Leute aus dem Publikum ausgewählt, die die Jury bildeten und am Ende der Vorträge den Text bewerteten.

Der Text der Gewinnerin auf YouTube:

Das Finale fand in zwei Blöcken á vier Poeten statt. Im ersten Teil des Abends traten Linda Kurta aus Krefeld, Lisa Kluge aus Düsseldorf, Anne Faßbender aus und Lukas Kauls aus Niederberg gegeneinander an. Sie erzählten dem Publikum von Ihren Gedanken zur Reformation, über Veränderungen durch Worte und über unsere Nutzung von Smartphones.

In einem zweiten Teil der Veranstaltung trafen dann Tim Gehrmund aus Köln, Charlotte Fischer aus Bonn, Lili Köppel aus Aachen und Teresa Hank aus Trier aufeinander. Es ging um das helfen im Alltag, was macht einen zu einem guten Menschen? Aber auch um Themen wie Umweltverschmutzung und die Verschwendung unserer Lebenszeit beim stundenlangen surfen im Internet.

Dabei schafften es die Poeten und Poetinnen immer wieder neue Denkanstöße dem Publikum mitzugeben. Dies begeisterte vor allem auch die Jugendpfarrerin Simone Enthöfer: „Ich habe großen Respekt vor euch, dass ihr mit uns eure Gedanken geteilt habt und euch so ja auch ein Stück weit verletzlich gemacht habt.  Ihr habt uns allen einen Spiegel vorgehalten. Vielen Dank an euch alle:“, sagt sie zum Abschluss auf der Bühne.

Lili Köppel ist nach dem Applaus der Zuschauer, dessen Lautstärke im Finale entscheidend war, die Siegerin des Poetry Slams Wortanschlag-Deine These. Der Titel geht demnach in den Kirchenkreis Aachen. Mit ihrem Sieg hat sie nicht gerechnet: „Ich hatte in der ersten Runde das Gefühl ich drifte etwas vom Thema ab, aber anscheinend ist es gut angekommen.“, sagt sie später im Interview.       Die Motivation zu ihren Texten sind oft zu Themen sie sie selbst stören. „Die Meinung sagen ist super wichtig. Man muss Stellung beziehen, damit sich die Dinge auch ändern.“ Ich versuche es nicht auf eine moralische Art und Weise zu machen, sondern möchte, dass die Leute vielleicht etwas mehr über das Thema nachdenken wenn sie den Text hören und vielleicht auch merken was sie selbst verändern können.“

In ihrem finalen Text, der den sperrigen Titel: „Warum meine Mathelehrerin damals recht hatte, als sie sagte, dass wir Mathe noch einmal brauchen würden“ trug, wird dies deutlich. Es ging um aktuelle Probleme in unserer Gesellschaft, die sie gekonnt mit den Grundrechenarten der Mathematik verband. Sie beschrieb den Populismus, der multipliziert wird, wie Wahrheit im Alltag subtrahiert wird und wie diese Bezeichnungen der Grundrechenarten für sie als Kind „Fremdwörter“ waren, die nun in ihren Sprachgebrauch integriert wurden – ganz unkompliziert. Warum soll dies also mit anderen „fremden“ Dingen nicht genauso funktionieren? Zum Schluss ihres Textes zeigt Lili dem Publikum die Potenziale der Mathematik auf. Wir brauchen sie nicht um irgendwelche Landflächen zu berechnen, um dann auf dieser Grundlage Grenzen zu ziehen. Sie schlägt ganz andere Dinge vor: „Die Multiplikation gibt uns die Möglichkeit kluge Gedanken zu vermehren. Lass uns den Hass aus unserem Leben subtrahieren. Wir können Differenzen begrenzen und lasst uns Vielfalt addieren und davon profitieren“, appelliert sie an die überwältigten Zuhörer und bietet somit die Schlussworte an diesem abwechslungsreichen Abend in der Trinitatiskirche in Köln.

Wortanschlag Vorentscheid in Düsseldorf

Am Montag den 02. Oktober 2017 rangen 6 Künstler*innen vor einem Publikum von ca 30 Leuten um den Einzug ins Wortanschlag-Finale, am 07. Oktober in Köln.

Aber von Anfang an: Der „Wortanschlag – Deine These“ Poetry Slam ist ein Beitrag der Evangelischen Jugend im Rheinland zum Reformationsjubiläum. In 8 Städten gab es dazu Vorentscheide. Die Gewinner*innen dieser Vorentscheide vertreten ihre Stadt beim Finale in Köln.

In Düsseldorf fand der letzte dieser Vorentscheide statt.  Und aufregender und knapper hätte es kaum sein können. 6 Poetinnen und Poeten traten in der Vorrunde an. 3 erreichten unter großem Applaus das Dreier-Finale.  Anders als in der Vorrunde wurde hier der Sieger nicht mehr durch eine Jury mit Wertungskarten, sondern mittels Applaus gekürt. So der Plan. Auch nach dreimaligem Applausometer war zwischen den beiden Favoritinnen Natascha und Lisa kein Unterschied in Lautstärke und Intensität des Applauses auszumachen. Kurzerhand kürten wir beide zu Doppelsiegern. Um dennoch zu bestimmen, wer Düsseldorf im Finale vertritt stimmte das gesamte Publikum mittels Hüten und Kronkorken ab.

Fest steht also, dass Lisa uns im Finale vertritt. Dafür wünschen ihr alle viel Spaß und Erfolg!

Auch allen anderen Poet*innen des Abends an dieser Stelle noch einmal vielen Dank für Eure These, Texte und Beiträge.

Bis bald!

Einige Videos findet ihr im YouTube-Channel der Jugendkirche Düsseldorf. Die Texte von Lisa gibt es dort erst nach dem Finale um auch ja nichts vorweg zu nehmen. Daher hier das zweite Final-Doppelsieg-Gewinnervideo von Natascha.

Jugend trifft auf Reformation

Spirituell, kreativ und sportlich begegneten im März 2017 evangelische Jugendliche dem Thema Reformation in Leverkusen Rheindorf.

Konzipiert war der Abend nach dem Ausspruch von Martin Luther:
„Man kann Gott nicht allein mit Arbeit dienen, sondern auch mit Feiern und Ruhen.“

Lutherstaffel Reporterin Clara Schumann war für uns vor Ort.

MISSION LUTHER 2 – Auf den Spuren der Reformation

Vom 07.Oktober bis zum 12.Oktober 2016 fuhren 16 Jugendliche mit 3 Betreuern los um sich mit dem Thema Reformation auseinanderzusetzen. Im Rahmen der Lutherstaffel anlässlich des Reformationsjubiläums wurden so die Städte Straßburg, Zürich und Heidelberg angefahren.
In den täglich geführten Interviews berichten die Jugendlichen von ihren Highlights.
Ein Film von Clara Schumann (News4U)

MISSION LUTHER – Auf den Spuren der Reformation

Ein Bildungsprojekt vom Evangelischen Jugendpfarramt Köln, der Evangelischen Krichengemeinde Köln-Höhenhaus und der Evangelischen Kirchengemeinde Lindlar. 16 Jugendliche und 3 Betreuer auf einer Reise ins Ungewisse auf den Spuren der Reformation. Hier schon Mal ein kleiner Film der Gruppe. Bald gibt es noch mehr!

Vom 07.Oktober bis zum 12.Oktober 2016 fuhren 16 Jugendliche mit 3 Betreuern los um sich mit dem Thema Reformation auseinanderzusetzen. Im Rahmen der Lutherstaffel anlässlich des Reformationsjubiläums wurden so die Städte Straßburg, Zürich und Heidelberg angefahren.
In den täglich geführten Interviews berichten die Jugendlichen von ihren Highlights.
Ein Film von Clara Schumann (News4U)