Ein knapper Kampf

Der Poetry Slam ist eine Kunst für sich. Ein moderner Dichterwettbewerb ohne große Vorschriften. „Poetry“ steht für die Lyrik, „slam“ bedeutet im englischen „zuschlagen‘“, oder auch „scharfe Kritik“ zu äußern. Also ob der Slammer sich über Gott und die Welt, persönliche Probleme oder kritische Standpunkte äußert ist prinzipiell egal. Das wichtige ist: Der Text muss vollständig von sich selbst sein.

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Am 15. September 2017 fand einer der letzten Vorentscheide für das Finale der Poetry Slam- Reihe „Wortanschlag“ anlässlich des Reformationsjubiläums in Remscheid-Lennep statt. Im evangelischen Gemeindezentrum Hasenberg duellierten zwei Poetinnen um das Ticket nach Köln. Denn dort findet am 07. Oktober 2017 das große Finale mit allen Siegern der Kirchenkreise in der Trinitatiskirche statt.

Moderiert wurde das wortreiche Spektakel von Max Humpert. Er selbst steht schon seit ein paar Jahren auf den großen Bühnen des Poetry Slams im deutschsprachigen Raum und trug zu Beginn einen seiner Texte über Trennungen vor. „Manchmal beginne ich Beziehungen um sie direkt wieder zu beenden, damit ich dann einen neuen Text hab“, scherzt er.

An diesem Abend beginnt Anne Marie Faßbender. Die 20-Jährige schreibt schon seit Jahren Texte; poetisch sowie auch für Gottesdienste. Die Worte mit denen sie überzeugen will beziehen sich auf das Thema „Wortanschlag“. Denn sie will ihr Wort nutzen und ihre Sicht auf Martin Luthers Waffe darstellen: das Wort. In ihrem Text appelliert sie an das Publikum sich eine eigene Sichtweise, auf die Dinge die in der Welt passieren, zu schaffen und ihr Wort zu nutzen.

Konkurrentin Charlin Lutger, auch 20 Jahre alt, slamt seit circa 2 Jahren. Begonnen mit dem Poetry Slam hat sie in der Schule im Fach Literatur. Charlin spricht in ihrem Text über die Situation auf der Erde; über Kriege, Armut und falsche Machtausübung. Immer wieder kommt sie zu dem Schluss, was wir für ein großes Glück wir haben, in einem Land mit Grundrechten zu leben.

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Am Ende entscheidet sich das Publikum mit farbigen Kärtchen für Anne Marie Faßbender. Sie gewinnt mit nur einem Punkt Vorsprung und tritt am 07. Oktober 2017 im Finale in Köln für den Kirchenkreis Remscheid-Lennep an.

Carla M. Siebel

Eine Woche im youngPOINTreformation

Mit Bodenkontakt und hoch hinaus

Bericht aus einer Woche im youngPOINTreformation – dem Beitrag der Evangelischen Jugend (aej) auf der Weltausstellung Reformation in Wittenberg im Torraum Jugend

Sechzehn Wochen lang öffnete, im Rahmen der Weltausstellung Reformation, in Wittenberg der youngPOINTreformation seine Pforten. Über 27.000 Besucher_innen waren dabei.

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Finde dein Maß

Im Ausstellungsraum ging es in vielen interaktiven Stationen und Workshops um die Frage nach dem guten Leben für alle und dem richtigen Maß. An einer Füllstation konnten die Besucher_innen z.B. ihren ökologischen Fußabdruck bemessen oder an einem Drucker auf Neonpapier ihre Botschaft zum Thema ausdrucken und im youngPOINT sichtbar für alle hinterlassen. Im Altarraum mitten im youngPOINT wurden zahlreiche Andachten und Gottesdienste von und mit Jugendlichen gefeiert.

Auf dem Dach des youngPOINT konnten Jugendgruppen und Einzelbesucher durch ein erlebnispädagogisches Kletterangebot mit Riesenschaukel, Himmelsleiter und anderen Hochseilelementen neue Perspektiven gewinnen und Vertrauen und Mut erfahren.

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Junge Verbände als Gastgeber

Jede Woche  übernahm eine andere Gruppe der Evangelischen Jugend in Deutschland die Rolle der Gastgeber_in. In der letzten Woche der Weltausstellung vom 4.-10.September waren das Jugendliche aus den jungen Jugendverbänden „Gemeinschaft finnisch-deutscher Jugend“ (GfdJ) und der „Evangelisch-vietnamesischen Tin-Lahn Gemeinden in Deutschland“. Gemeinsam hatten sie sich im Vorfeld in der Evangelischen Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof in Solingen auf die Woche vorbereitet und ein vielfältiges Workshop-Programm erarbeitet.

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Räume für und mit Jugendlichen gestalten

Im Rahmen der Botschaften-Woche der Weltausstellung besuchten zum Abschluss Verteter_innen der EKD und Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den „Torraum Jugend“ der Weltausstellung um Botschaften zu sammeln.  Es wurde deutlich, dass der Torraum Jugend, zu dem neben dem youngPOINT auch der „Refobeach“ des CVJM und das Konficamp gehörten, von angereisten und in Wittenberg beheimateten Jugendlichen super angenommen und gestaltet wurde. In Wittenberg werden aktuell konkrete Überlegungen angestellt, wie Räume für Jugendliche in der Stadt, die durch die Weltausstellung neu entstanden sind, für und mit Jugendlichen nachhaltig gestaltet werden können.

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youngPOINT-Blog

Mehr Eindrücke aus einem ereignisreichen Sommer im youngPOINT findest du hier:

www.young-point.de

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Hannah Werner

Poetry Slam Workshop zum Wortanschlag-Vorentscheid in Düsseldorf

Am 23. Und 24. September fand in der Jugendkirche Düsseldorf mal wieder ein Poetry Slam Workshop statt.  Dieses Mal im Rahmen der Poetry Slam Reihe „Wortanschlag – Deine These“, einem Beitrag der Evangelischen Jugend im Rheinland anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Reformation.

Fünf Teilnehmer*innen, ein Mitarbeiter,  ein Workshopleiter und ein Fehrnsehteam versammelten sich zu diesem Anlass.

Es wurde an Texten gefeilt, vorgetragen, improvisiert, gelacht, andere Stimmungen ausprobiert, und immer mal wieder mit dem Fernsehteam von neuneinhalb gesprochen.

Wer einen Einblick in unseren Workshop gewinnen will kann am 28.10. um 8.25 Uhr „neuneinhalb“, im Ersten, einschalten.

Einige Ergebnisse des Workshops gibt es am 02.10.2017 ab 19 Uhr beim Wortanschlag Vorentscheid in der Jugendkirche zu sehen und zu hören.

Ich will keine Angst mehr haben!

Hargesheim. Jugendliche der evangelischen Jugend im Kirchenkreis An Nahe und Glan zeigen in einem Theaterstück, was ihnen die Reformation und Martin Luther heute noch zu sagen haben
Eine jugendliche Schauspielerin tritt aus einer Tür und malt den Teufel an die Wand. 13 weitere Personen stehen auf der Bühne des Ev. Gemeindezentrums Hargesheim, murmeln vor sich hin, dann ein Schrei: „Ich habe Angst!“ Es geht viel um Angst im ersten Teil des Theaterstückes „95 Thesen für eine andere Welt“, das die Jugendlichen anlässlich des diesjährigen 500-jährigen Reformationsjubiläums unter professioneller Anleitung (Regie: Julia Hahn) selbst erarbeitet haben. Um die Angst, nicht zu genügen, nicht dem Idealbild zu entsprechen, nicht mehr mitzukommen in dieser Welt. An einer anderen Tür, die wie ein Smartphone gestaltet ist, öffnet sich das Fenster zur Welt und es flackern Medienbilder über das Display, wie wir sie heute tagtäglich sehen. Explosionen, verletzte Menschen, Überschwemmungen, Flüchtlingsströme. Es sind Bilder zum Angst haben.

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In ihrem Stück sind die jugendlichen Spielerinnen und Spieler auf der Suche nach Orientierung und nach einem Weg, ihre Ängste zu überwinden. Dabei scheint auch immer wieder die Auseinandersetzung mit Luther durch, wenn er Szenen kommentiert oder wenn aus den Wortbildern, die er vor 500 Jahren durch seine Bibelübersetzung schuf, plötzlich lebendige Bilder auf der Bühne werden. Immer wieder öffnen sich wortwörtlich Türen die Roy Müller zusammen mit den jugendlichen Akteuren aus der Bühnen- und Requisitengruppe geschaffen hat. Sie geben dem Publikum in 95 Thesen und Szenen Einblick in die Gedanken der Jugendlichen, die aus ihrer Lebenswelt von Diskriminierung, Ausgrenzung, Intoleranz und vor allem immer wieder von Angst und Orientierungslosigkeit erzählen. Sie prangern an, was aus ihrer Sicht in unserer Welt verkehrt läuft. Eine der aussagekräftigsten Szenen ist dabei der bildhaft dargestellte Kampf der schlechten Nachrichten, die die wenigen guten Nachrichten, die Hoffnung geben könnten, förmlich ersticken.

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Doch die Jugendlichen malen nicht nur schwarz, sie geben auch Ausblicke. Irgendwann wird der Teufel abgewischt und die düstere Atmosphäre wird aufgebrochen. Denn es gibt Vorbilder, an denen man sich orientieren kann, es gibt Möglichkeiten, die Welt zu verändern, auch wenn es einem nicht so scheint. Zu diesem Schluss kommen die Spieler. Jeder Zuschauer bekommt seinen ganz persönlichen Denkzettel und schließlich verkünden alle Spielerinnen und Spieler in einer kurzen These, wie sie gedenken, die Welt zu verändern. Der letzte Satz, der auf der Bühne fällt, spiegelt dann nach einer Stunde gedankenvoller Auseinandersetzung wieder, was alle denken: „Ich will keine Angst mehr haben!“

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Wer die Premiere verpasst hat, hat noch zweimal die Chance, das Stück auf der Bühne zu erleben. Weitere Vorstellungstermine sind angesetzt für Samstag, 28.10.2017 um 18:00 in der Ev. Matthiaskirche in Bad Sobernheim sowie für Samstag, 18.11.2017 um 18:00 in der Ev. Pauluskirche Bad Kreuznach.

Gottesdienst unter der Autobahnbrücke

Jugendliche feiern Reformationsjubiläum

So eine Autobahnbrücke mit ihren dicken Stützsäulen ist schon ein gewaltiges Bauwerk. Nicht nur die Größe ist beeindruckend, auch der darüber rauschende Verkehr. Am frühen Sonntagabend wurde der Platz unter der Autobahnbrücke zwischen Gießen und Wißmar für etwa 70 junge Leute aus Wettenberg zur Kathedrale. Hier wurde ein Jugend-ChristCross-Gottesdienst an ungewöhnlicher Stelle gefeiert und damit im Rahmen der Veranstaltungsreihe „95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten“. Mit dem Projekt zeigt die rheinische Kirche, dass sich der Glaube von Christen mitten im Alltag vollzieht.

Das Wettenberger Gottesdienstteam, bestehend aus jungen Leuten, geleitet von Jugendreferentin Amrei Magdanz (Krofdorf) und Diakon Ernest Aguirre (Wißmar), gestaltete den Jugendgottesdienst zum Thema „Du bist nicht allein“ mit Liedern „Du bleibst an meiner Seite“, „Groß ist unser Gott“, „Halleluja“ und dem von Ernest Aguirre getexteten und komponierten Lied: „Das geht doch nicht …“ – inhaltlich die Geschichte erzählend, die zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus mit Jesus erlebt haben. Ernest Aguirre führte aus: „Gott ist da, gegenwärtig wie es in einem alten Gesangbuchlied heißt. Er will unser Leben prägen und es ist cool , dass ich, dass du mit Gottes Hilfe in diese Zeit und Welt hineinwirken dürfen.“

Eine Wasserschöpf-Staffel, es wurde mit Schwämmen möglichst viel Wasser von Eimer zu Eimer getragen, wies darauf hin, wie wichtig gemeinschaftliche Aktionen sind, wenn sie zum Erfolg führen sollen. Im von jungen Leuten gestalteten Fürbittengebet lautete eine Bitte: „Hilf, dass es immer wieder zu Wundern des Friedens kommt, hilf uns, dass wir trotz so viel Uneinigkeit, Streit und Krieg in dieser Welt Boten des Friedens sein können.“

Das Bistroteam überraschte nach dem Gottesdienst und dem gemeinsamen „Vater unser“ mit Eiskonfekt.

Der nächste ChristCross-Gottesdienst findet am Sonntag, 27. August um 18 Uhr im Turm der Evangelischen Kirche in Wißmar statt.

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Kinder interpretieren Reformator Martin Luther

Musicalaufführungen in Krofdorf und Wißmar:

2017 ist das Reformationsjahr, in dem unzählig viele Veranstaltungen zu „Luther im Blick“ stattfinden. Vorträge, Kochsendungen, Theater und Musikangebote in Hülle und Fülle sind angesagt.

„Da passiert was“ hieß es am Samstagnachmittag in der Margarethenkirche in Korfdorf sowie am Sonntagnachmittag in der evangelischen Kirche in Wißmar. Bei „Da passiert was“ handelt es sich um ein Kindermusical zum Reformator und das spannende Geschehen um einen Mann, der die Kirche nicht spalten, sondern verändern wollte. Seitdem ist vieles anders. Damit auch Kinder verstehen, was Reformation bedeutet, weshalb sie notwendig war und was sich verändert hat, setzten sich zwei aktive hauptamtliche kirchliche Kinder- und Jugendmitarbeiter, die Krofdorfer Jugendreferentin Amrei Magdanz und der Wißmarer Diakon Ernest Aguirre, zusammen, um ein Luther-Musical für Kinder zu schreiben und auch Lieder dafür zu komponieren.

21 Kinder aus Wettenberg ließen sich einladen, mitzumachen beim Musical-Abenteuer „Da passiert was“, zu und über den Reformator Martin Luther und seine Erfahrungen. Theater ist eine gute Möglichkeit, Reformation zu erleben. Man versetzt sich in Personen hinein und bekommt ein Gefühl für sie. Luther wollte den Leuten die Angst nehmen, er setzte alles auf Christus und wurde nach manchen Nöten frei von den kirchlichen Zwängen seiner Zeit. „Der Christ soll ein fröhlicher Mensch sein“, lautet eine Aussage von Martin Luther.

Die Texte zum Musical schrieb Amrei Magdanz, Ernest Aguirre, den man sich ohne Gitarre kaum vorstellen kann, schrieb die Lieder und begleitete sie auf seiner Gitarre. „Da passiert was, da kommt was ins Rollen, da passiert was. Es verändert die Welt… der Papst kann keine Schuld erlassen, er soll den Ablassbrief abschaffen. Er soll für Menschen beten … und nicht das Geld der Armen klauen…“ So das Einstiegslied zum Musical, von den Kindern sehr eindrucksvoll dargeboten. Beleuchtet in Texten und Liedern wurde der Weg Luthers zur Zeit des Mittelalters auf dem Feld bei Stotternheim, auf dem Luther in ein Gewitter geriet, im Kloster und im Thronsaal des Kaisers. Luther widerrief seine Aussagen nicht, wurde durch den Bann des Papstes als vogelfrei erklärt und landete versteckt auf der Wartburg, wo er dann später die Bibel übersetzte, damit sie endlich von vielen gelesen werden konnte.

Die jungen Schauspieler steckten in Kostümen des „Sammelsuriums“, eine sehr eindrucksvolle Veränderung, denn „Kleider machen Leute“. Dem Sammelsurium gilt ein herzliches Dankeschön. Luther wurde von Saraya Wilhelm gespielt, Tetzel von Klara Daubertshäuser, die auch in andere Rollen schlüpfte. Den Kaiser spielte Marli Kaden. Alle Akteurinnen und Akteure spielten gut und waren ernsthaft dabei. Das lange Üben hat sich gelohnt und schnell wurde bei verschiedenen Szenen die Bühne jeweils leicht umgebaut. Auch für die Technik war ein tolles Team zuständig. Das Bühnenbild wurde gemeinsam gestaltet. Tatkräftige Unterstützerinnen waren hier Lisa und Claudia Kellner sowie Alexandra Alhambra. In Krofdorf spendeten knapp 100 Besucher tollen Schauspielern, Sängern und Leitern Riesenbeifall für eine großartige Leistung.

Veranstalter des Musicals sind die Evangelische Jugend des Kirchenkreises Wetzlar und die Evangelischen Kirchengemeinden Krofdorf-Gleiberg und Wißmar. Am Samstag, 23. September, um 16 Uhr wird das Musical noch einmal in der Unteren Stadtkirche in Wetzlar aufgeführt.

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Reformation 2017 Wir waren dabei!!! – Konfi-Camp in Wittenberg

15.000 Konfirmanden kamen – verteilt auf 14 Wochen – aus ganz Deutschland und europäischen Nachbarländern wie Tschechien, Ungarn und Italien zu dieser noch nie da gewe-senen Veranstaltung anlässlich des 500-jährigen Reforma-tionsjubiläums: Konfi-Camp in der Lutherstadt Wittenberg.
Und wir waren mittendrin!
Eine Woche voller Action, Gemeinschaft und Gedankenanstöße!
Die Konfirmandengruppen aus Bell, Büchenbeuren, Gödenroth und Rheinböllen fuhren zusammen in zwei Bussen und stellten gleich ein ganzes Zeltdorf: Debrecen.
Bereits ziemlich früh mussten wir morgens aus unseren Zelten schlüpfen. Die Wasch- und Duschcontainer füllten sich rasch und um 8.00 Uhr versammelten sich alle zum gemeinsamen Frühstück.

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Eine Stunde später begann im großen Veranstaltungszelt das Programm. Mit einem thematischen Kurzfilm wurden die Konfirmanden mit alltäglichen Problemen konfrontiert, die später in Lerneinheiten am Vormittag innerhalb der Kirchengemeinden aufgearbeitet wurden. Mit kreativen und vielseitigen Projekten wie Basteln, Spielen oder biblischen Geschichten wurden die Konfis zum Nachdenken über die Grundgedanken der Reformation (Leistung und Gnade, Vertrauen, Nächstenliebe) gebracht.
Nach dem reichhaltigen und leckeren Mittagessen konnten sich die Jugendlichen sportlich und kreativ austoben. Es gab u.a. Volleyballturniere, Rugby-Staffellauf, Bubble-soccer und viele, viele Workshops wie Backen, Baden und Schmieden im Mittelalterdorf, Zaubern, urban-gardening, Brot-für-die-Welt, Rap, Musik und Tanz…

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Zum Entspannen gab es Café- und Chillout-Bereiche sowie eine Zeltkirche.
Nach einer Pause mit Abendessen wurde es um 20:00 Uhr wieder lebendig: Musik umrahmte die Abendshows.
Im Großzelt, wo am ersten Tag alles begann und am letzten Abend alle Gottesdienst miteinander feierten, zeigten die Ju-gendlichen beim Singen, Rappen, bei Banana-Shake und Turner-Tanz auf und vor der Bühne, worum es geht – um eine junge und begeisternd lebendige Kirche.

Mit einer kurzen Andacht im Zelt-Dom um 22.45 Uhr ging ein langer und aufregender Tag zu Ende und alle Teamer fielen todmüde in ihre Schlafsäcke. Manche Konfis waren noch lange munter. Schlafen kann man ja im Bus auf dem Heimweg!

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Donnerstagabend wurde über das ganze Konfi-Camp ein riesiges Planspiel gespielt: die Lutherverschwörung.
Kurfürst Friedrich der Weise suchte mutige Menschen, um Martin Luther auf dem Rückweg vom Reichstag zu Worms zu entführen und heimlich auf der Wartburg in Sicherheit zu bringen.
In Kleingruppen mussten unsere Konfirmanden durch geschicktes Suchen und Verhandeln drei Gegenstände erwerben, die nötig waren, um Martin Luther als Junker Jörg zu verkleiden und in Sicherheit zu bringen: Ein Wams von der Schneiderin, ein Schwert vom Schmied und Reisepapiere vom Schreiber.
Aber der Schneiderin fehlte es an Knöpfen, Leinen und Farbe, dem Schreiber an Tinte und der Schmied hatte Liebeskummer. So musste erst dem betrunkenen Wächter ein Verband gebracht und dem Schmied ein Liebeslied gesungen werden. Und wer weiß schon, dass der Wirt auch Tinte herstellt und des Schreibers Frau an Bleivergiftung starb…

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Am Freitagnachmittag besichtigten wir die Wittenberger Altstadt und die Weltausstellung Reformation mit dem Assisi-Panorama, einem beeindruckenden Rundgemälde zur Re-formation, dem Melanchton-Haus und der Schlosskirche, an deren Tür der Legende nach am 31. Oktober 1517 die 95 Thesen angeschlagen wurden.
Wir hatten eine außergewöhnliche und aufregende Woche mit vielen Eindrücken und Gemeinschaft auch über Gemeindegrenzen hinweg. Ein wirklich tolles und einmaliges Erlebnis für alle Beteiligten.

Danke besonders an Beate Jöst, die Gesamtorganisation übernommen hatte, an unsere Teamer Sebastian, Susanne und Tim, sowie an den Kirchenkreis und unsere Gemeinde, die die Fahrt unserer Jugendlichen kräftig gesponsert haben.
Hannah Ney (Gödenroth) & Wolfgang Jöst

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Konfis aus Gödenroth beim Konficamp in Wittenberg

Reformationssommer 2017: Wir waren dabei!!! Gigantisch: 15.000 Konfis verteilt auf 14 Wochen im Konficamp in der Lutherstadt Wittenberg und wir mittendrin! Eine Woche voller Action und Gemeinschaft!

Die Konfigruppen aus Gödenroth-Heyweiler-Roth, Rheinböllen, Büchenbeuren und Bell fuhren zusammen zu dieser noch nie da gewesenen Veranstaltung anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums. Bereits ziemlich früh mussten die Konfis morgens aus ihren Zelten schlüpfen. Die Wasch- und Duschcontainer füllten sich rasch und um 8.00 Uhr versammelten sich alle zum gemeinsamen Frühstück. Eine Stunde später begann im großen Veranstaltungszelt das Programm. Mit einem thematischen Kurzfilm wurden die Konfirmanden mit alltäglichen Problemen konfrontiert, die später in Lerneinheiten am Vormittag innerhalb der Kirchengemeinden aufgearbeitet wurden. Mit kreativen und vielseitigen Projekten wie Basteln, Spielen oder biblischen Geschichten wurden die Konfis zum Nachdenken gebracht. Nach dem reichhaltigen und leckeren Mittagessen konnten sich die Jugendlichen sportlich und kreativ in Workshops austoben. Es gab u.a. Lifehacks, Handy-Ladestationen auf Fahrrädern, Bubblesoccer, Schmieden, Spiele, Musik, Mitmach-Aktionen, Cafe- und Chillout-Bereiche sowie eine Zeltkirche. Nach einer Pause mit Abendessen wurde es um 20:00 Uhr wieder lebendig:

Musik umrahmte die Abendshows. Dort wo am ersten Tag alles begann und am letzten Abend alle miteinander Gottesdienst feierten, zeigten die Jugendlichen auf und vor der Bühne, worum es geht – um eine junge und lebendige Kirche. Nach einer kurzen Andacht ging ein langer und aufregender Tag zu Ende und alle Teamer fielen todmüde ins Bett bzw. auf die Isomatte, die Konfis mehr oder weniger. An einem Nachmittag besichtigten wir die Wittenberger Altstadt und die Weltausstellung Reformation.
Wir hatten eine außergewöhnliche und aufregende Woche mit vielen Eindrücken und Gemeinschaft. Ein wirklich tolles und einmaliges Erlebnis für alle Beteiligten!

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Beim Breaktheday um 12h machten alle Hunsrück- Gruppen gemeinsam Aktionen und Spiele

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Gruppenbild mit Confiance aus Ruanda auf dem Spiegel-Skywalk:
Sina, Peter, Tom, Sam, David, Julius Heinz (Teamer), Tabea, Hannah (Teamerin), Manuel, Marius und Mike

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Beim Klettern in schwindelnder Höhe bewiesen die Gödenrother Konfis ihre
Standfestigkeit

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In den Zelten sah es oft ziemlich wild aus, 7-11 Mädels oder Jungs schliefenjeweils in einem Zelt

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Bei der Andacht in der Schlosskirche in Wittenberg
Danke besonders an Beate Jöst, die die Idee und die Gesamtorganisation dazu hatte, mit Jugendlichen aus unserer Region dort teilzunehmen.
Hannah Ney – Teamerin

95 Thesen für eine andere Welt

Unter dem Titel „95 Thesen für eine andere Welt“ haben sich im Januar 20 Jugendliche aus 3 verschiedenen Kirchengemeinden zum ersten Mal zusammengefunden, um unter professioneller Anleitung ein eigenes Theaterstück anlässlich des Reformationsjubiläums zu erarbeiten. Dabei steht vor allem die Frage im Vordergrund, was uns in einer Welt, die immer mehr aus den Fugen zu geraten scheint, eigentlich Orientierung bietet. Die Jugendlichen zeichnen mit klarem Blick Muster und Strukturen unserer heutigen Gesellschaft nach, prangern Missstände an und sind sich einig: Wir haben Angst! Doch sie zeichnen auch Visionen, wie es anders sein könnte, suchen nach Impulsen zum Auf- und Umbruch und blicken hoffnungsvoll nach vorne. Nach nicht ganz 95 Leitfragen wie „Wo musst Du Widerstand leisten?“, „Wie überwindet man Ängste?“ und „Was gibt Dir Hoffnung?“ haben die Jugendliche zutiefst persönliche Texte entwickelt und diese in Bilder verpackt. Entstanden ist eine sehr ehrliche theatrale Collage, die den Zuschauern im wahrsten Sinne Türen öffnet in die Gedankenwelt der Spieler.
Das Projekt, gefördert von der Stiftung Jugend der Sparkasse Rhein-Nahe, der Ev. Jugend im Rheinland, dem Landesjugendring Rheinland-Pfalz sowie dem Kirchenkreis An Nahe und Glan wird veranstaltet von der Evangelischen Jugend des Kirchenkreises an Nahe und Glan. In vier mehrtägigen Probeneinheiten arbeiten die Jugendlichen unter professioneller Anleitung an ihrem Stück. Geleitet werden die Proben von Theaterpädagogin und Regisseurin Julia Hahn und Bühnenbildner Roy Müller. Während die Schauspielgruppe Szenen und Texte erarbeitet, erstellt die Bühnengruppe das Bühnenbild.
Die teilnehmenden Jugendlichen sind vorwiegend Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit des Kirchenkreises aus den evangelischen Kirchengemeinden Bad Sobernheim, Roxheim, Bad Kreuznach und Meisenheim und kennen sich teilweise bereits aus vergangenen Projekten. Die Probenwochenenden sind daher willkommene Gelegenheiten, den gemeindeübergreifenden Austausch zu pflegen.
Premiere ist am 16.09.2017 um 18:00 auf der Bühne des Ev. Gemeindehauses Hargesheim. Weitere Vorstellungen finden am 28.10.2017 um 18:00 in der Ev. Matthiaskirche Bad Sobernheim und am 18.11.2017 um 18:00 in der Ev. Pauluskirche Bad Kreuznach. Außerdem wirkt das Ensemble mit bei der zentralen Veranstaltung zum Reformationsjubiläum des Kirchenkreises An Nahe und Glan „Tore zur Freiheit“ in der Schlosskirche Meisenheim am 31.10.2017 um 17:00. Der Eintritt zu allen Vorstellungen ist frei.

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Weitere Informationen bei Anika Weinsheimer im Jugendreferat des Kirchenkreises An Nahe und Glan, Tel.: 0671 2985666, E-Mail: info@ev-jugendreferat.de, www.ev-jugendreferat.de
Anika Weinsheimer

Luther auf Reisen

Das vergangene Wochenende hat sich Luther gemeinsam mit (leider nur wenigen) TeilnehmerInnen auf den Weg nach Konstanz und Zürich gemacht. Und die Wirkungsstätten anderer Reformatoren besucht. Für alle sehr beeindruckend! Hier schon mal ein paar Bilder!