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Martin Luther-das Kindermusical

Martin Luther-das Kindermusical

Wenn man im Jahr 2017 ein Kindermusical plant, kommt man am Thema Martin Luther kaum vorbei. Somit war es für mich als Kreiskantorin klar, dass ein überregionales Musical das Leben und Wirken von Martin Luther beschreiben soll. Viele Luthermusicals landeten im Einkaufkorb und am Ende sollte es das brandneue Musical von Gerd-Peter Münden werden, welches erst Anfang des Jahres erschien.

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Das Werk hat es in sich: Viel Text, ein sehr großer Ambitus, und viele unterschiedliche Bühnenbilder, sehr viele Sprechrollen und ein vergleichsweise großes Orchester.

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Nun stellte sich die Frage: Wer aus dem Kirchenkreis an Nahe und Glan kann sich vorstellen, bei diesem Projekt mitzumachen? Bei meinen eigenen Chören sind es 26 Kinder, die am vorgeschlagenen Termin können, viel zu wenig für dieses große Musical. Und tatsächlich meldeten sich drei Chorleiterinnen, die das Stück für das gemeinsame Projekt einstudieren möchten. Sabine Vinke aus Hargesheim, Sabine Lagoda aus Bad Kreuznach und Mechthild Mayer aus Meisenheim.

Insgesamt waren also vier Chöre mit dabei: Die Bunten Töne (Lagoda), das Kinderchorprojekt Becherbach (Mayer), der Kinderchor Mozart 19 (Vinke) und die Amadeus-Singschule (Rinck).

Insgesamt sangen über 70 Kinder das Musical, es gab etwa 20 Solosänger und sechs große Rollen mit viel Text. Wir haben den Luther dreigeteilt, sodass drei Kinder die Rolle spielten.

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Das Orchester bestand aus elf Musikern und für viele Kinder war es faszinierend Oboen, Flöten, Schlaginstrumente und Streicher zu sehen.

Das jüngste Kind war 4 Jahre alt, das älteste 13 Jahre.

An zwei gemeinsamen Probentagen setzten alle Kinderchöre die geprobten Lieder zusammen. Die Szenen wurden geübt, die Kulissen und Requisiten zum ersten Mal eingesetzt. Am langen Probenfreitag waren einige Kinder von 10 bis 18 Uhr vor Ort. Es wurde geschauspielert, gebastelt, gesungen und gemeinsam gegessen.

Die erste Aufführung fand in der Pauluskirche Bad Kreuznach am 17. Juni statt. Der große Raum bot viel Platz aber auch eine komplizierte Akustik. Trotz einer extra gemieteten Verstärkeranlage war es schwer, überall in der Kirche gut zu verstehen. Dafür war der Chorklang sehr schön und die gut 300 Zuhörer hatten gute Sicht auf das aufwändige Spektakel. Drei große Kulissen wechselten sich ab und unzählige Requisiten wechselten in jeder Szene den Ort. Somit waren alle Helfer gut beschäftigt.

Anschließen wurden alle (!) Utensilien eingepackt, um am nächsten Tag im 40 Kilometer entfernten Heimweiler wieder aufgebaut zu werden. Ein logistischer Kraftakt und nur mit engagierten Helfern zu schaffen. Ein großer Dank gilt den KöchInnen, KulissenbauerInnen, AutofahrerInnen, Transporteuren und allen anderen, die mit angepackt haben.

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Die zweite Aufführung war akustisch einfacher, aber es war nicht so viel Platz. Dafür gab es einen Vorhang und noch einmal 200 Zuhörer.

Anschließend wurde bei Kaffee und Kuchen gefeiert. Denn die Kinder waren sehr konzentriert und einige lieferten wirklich Höchstleistungen ab.

Ich denke, dass man die Kinder noch in einigen Jahren fragen kann, was Luther so ausgemacht hat, und sie werden sich an vieles erinnern: An sein Leben als Mönch nach dem Unwetter, an seine Befragung in Worms, an seine geliebte Katharina und an den Thesenanschlag. Sie kennen drei seiner Lieder (Ein feste Burg, Nun freut euch liebe Christengmein, Von Himmel hoch) und seine Worte vor dem Kaiser.

Ein erfolgreiches Projekt. Ich bedanke mich im Namen der Veranstalter für die Aufnahme in die Lutherstaffel!

Kreiskantorin Cindy Rinck

Veröffentlicht von

Nils Davidovic

Nils Davidovic

Nils ist Teil des Projektteams "Lutherstaffel", einer der Admins dieser Seite und im Orgateam des Wortanschlags. Im normalen Leben ist er Leiter der Jugendkirche Düsseldorf.