Auf den Spuren der anderen Reformatoren

Die Studienfahrt der aej Saar „Auf den Spuren der anderen Reformatoren“ fand vom 11.08.2017 bis zum 14.08.2017 unter der Leitung von Rieke Eulenstein statt. Die kleine Gruppe, bestehend aus Rieke Eulenstein und zwei Teilnehmern, besuchte im Rahmen der Studienfahrt die Städte Zürich und Konstanz. Dort lernten sie viel über die Geschichte der Reformation und vor allem über andere Reformatoren die neben Martin Luther ebenfalls wirkten.

Die Botschaft nimmt uns gefangen

Für die Lutherstaffel habe ich mich auf den weiten Weg nach Rheinland-Pfalz gemacht, genauer gesagt in den Kirchenkreis Simmern-Trarbach, denn dort findet jedes Jahr ein Pfingstzeltlager für Kinder von 8-12 Jahren statt. Nach Themen wie „Der Wilde Westen“ oder „Piraten“ hieß das Thema in diesem Jahr passend zum Reformationsjubiläum „Protest ist Dein Fest“.

Rund 80 Kinder haben das Pfingstwochenende vom 03.06 bis zu 05.06 auf dem Sportplatz in Irmenach verbracht und dabei ein bisschen über die Zeit Luthers und dessen Protest gegen die Kirche gelernt. Betreut wurden die Kinder dabei von 32 Mitarbeitern.

Pfingstzeltlager_2017

Als ich auf dem Sportplatz ankam viel mir sofort eine große Traube von Kindern an einem der ersten Stände auf. Beim Näherkommen wusste ich auch warum. Ein Schmied hatte eine kleine mobile Schmiede aufgebaut an der die Kinder ihre eigenen Kleiderbügel oder Hufeisen schmieden konnten. Am beliebtesten bei den Kindern war allerdings das Brecheisen welches aus einer kleinen Eisenstange gefertigt wurde. In absoluter Teamarbeit gingen die Kinder dabei vor. Einer passte auf, dass das Feuer nicht ausging, einer hielt die Eisenstange während die dritte Person mit einem Hammer das glühende Eisen in Form brachte.

Während hauptsächlich Jungen an der Schmiedestelle anstanden, bereiteten sich die Mädchen auf die große Modenschau am Nachmittag vor. Mit aufwändigen Kostümen wollten sie sich vor den anderen Kindern präsentieren.

Gegen elf Uhr versammelten sich alle Kinder im großen Essenszelt. Bibelarbeit mit Pfarrer Karl Hesse stand auf dem Programm. Ich durfte mich dem Tisch der „Hofnarrinen“ anschließen. Bei viel Gesang und Rhythmus-Spielen hörten die Kinder aufmerksam zu, was ihnen über Martin Luthers Geschichte erzählt wurde. Im Anschluss daran ging ich mit meiner Zeltgruppe gemeinsam zurück in ihr Gruppenzelt, dort hatten  die Teamer bereits etwas vorbereitet. Auf dem Boden lagen in einem Rechteck angeordnet viele Sitzpolster. Die Kinder mussten einen bestimmten Weg über die Polster gehen, den sie durch ausprobieren erst finden mussten. War der Weg gefunden, wurden die Kissen umgedreht und auf der Rückseite kamen verschiedene Bilder zu Vorschein. Anhand dieser Bilder wurde den Kindern schließlich erzählt, welche Rolle Martin Luther für die Reformation gespielt und wie er den Glauben zu Gott gefunden hat.

Manuel (24) ist Teamer beim Kinderpfingstzeltlager. Für ihn ist es besonders wichtig, dass verschiedene Religionen aufeinander treffen können und die Kinder so auch andere Religionen kennenlernen können. „Was wir vermitteln können ist ein Gemeinschaftsgefühl was auch Teil von der Kirche bzw. der Religion ist.“ Dieses Gemeinschaftsgefühl spiegelte sich beim anschließenden Kettenfangen wieder. Die Fänger standen für die Reformatoren und durch das Fangen sollte die Botschaft Gottes weitergetragen werden. Am Ende stand ein großer Kreis auf dem Sportplatz und alle Anwesenden waren in dieser Gemeinschaft involviert.

Pfingstzeltlager_2017 (2)

Da ich nur den Sonntag an dem großartigen Spektakel teilhaben konnte, ließ ich mir von den Kindern etwas über das Programm des vergangenen Tages berichten. Lina (10) erzählte mir, dass am Samstag ein großes Geländespiel stattgefunden hat. In ihren Zeltgruppen mussten die Kinder an verschiedenen Stationen unterschiedliche Aufgaben lösen. Wie ich in den Gesichtern der Kinder erkennen konnte muss dies ein richtiges Abenteuern gewesen sein, denn  Emily (10), die das erste Mal ihre Pfingstferien im Zeltlager verbrachte, erzählte mir mit leuchtenden Augen, dass sie im nächsten Jahr auch wieder mit dabei sein würde.

Doch das eigentliche Highlight für viele Kinder war dann doch der Sonntagnachmittag. Beim großen Markttag haben sich die Betreuer des Zeltlagers einiges einfallen lassen damit die Kinder ein Gefühl für die Zeit Martin Luthers bekommen. Mit kleinen Goldstückchen konnten die Kinder wie auf einem richtigen Markt verschiedene Dinge erwerben. An den vielen Essensständen gab es die verschiedensten Leckereien zu kaufen und damit das Geld auch nicht knapp wurde konnten an den Spielständen Wetteinsätze vervielfacht werden. Da gab es einen ‚Hau den Lukas‘, verschiedene Glücksspiele und natürlich eine Lotterie mit regelmäßigem Ziehen der Lottozahlen. Und wenn dann doch einmal alles Geld verloren war, so gab es immer noch ein kleines Trinkgeld wenn den Teamern eine Waffel geholt wurde.

Pfingstzeltlager_2017 (3)

Julius (17) ist ebenfalls Teamer in Irmenach. Auf die Frage hin weshalb er jedes Jahr wieder als Betreuer auf den Sportplatz kommt antwortete er: „Egal wie nervig es ist, egal wie stressig es ist, man fährt doch immer wieder her weil es Spaß macht.“

Viele Eindrücke, neue Freunde, neues Wissen. Was bleibt da bei den Kindern überhaupt hängen?  „Ich habe etwas über den Lebensweg von Luther gelernt und wie er gelebt hat“, berichtet die neunjährige Maja. Der ebenfalls neunjährige Justin wusste vor dem Zeltlager nicht, dass Luther auch die Bibel ins Deutsche übersetzt hat und Emily fand die 95 Thesen am interessantesten. Was aber alle Kinder mit nach Hause nehmen werden sind wertvolle Erfahrungen und viele neue Freunde. Am Montag folgte noch ein großer Abschlussgottesdienst bevor die Kinder wieder von ihren Eltern abgeholt und zurück ins 21. Jahrhundert gerissen wurden.

Jugend trifft auf Reformation

Spirituell, kreativ und sportlich begegneten im März 2017 evangelische Jugendliche dem Thema Reformation in Leverkusen Rheindorf.

Konzipiert war der Abend nach dem Ausspruch von Martin Luther:
„Man kann Gott nicht allein mit Arbeit dienen, sondern auch mit Feiern und Ruhen.“

Lutherstaffel Reporterin Clara Schumann war für uns vor Ort.

Vom Kopfstand zum Kirchentag

Team

Termine klären, Aufgaben verteilen und Programm planen, das waren die Hauptbestandteile des Planungswochenendes Ende Januar in Solingen.Vom 27.01.2017 bis zum 29.01.2017 traf sich das Vorbereitungsteam der ‚Rheinischen Dörfer‘ auf dem Hackhauser Hof in Solingen.

Damit die Evangelische Jugend im Rheinland gemeinsam auf dem Kirchentag in Berlin  auftritt, entstand die Idee der ‚Rheinischen Dörfer‘. Dort sollen die Angebote der Kirchenkreise aus dem Rheinland gemeinsam stattfinden und sich um den Stand der Evangelischen Jugend im Rheinland platzieren.

Die Idee entwickelte sich bereits vor zwei Jahren auf dem Kirchentag in Stuttgart. „Wir fanden es schon ziemlich schade, dass die Kirchengemeinden soweit auf dem Gelände verteilt waren und so kam uns die Idee der Rheinischen Dörfer“, berichtete Max, welcher ebenfalls an der Organisation beteiligt ist.

Das Ziel: Die evangelischen Kirchengemeinden der Rheinischen Landeskirche auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag  in Berlin zusammenzubringen und so die Gemeinschaft untereinander zu stärken.

Bei der sogenannten Kopfstandmethode, wurden verschiedene Worst-Case-Szenarien durchgespielt und gezielt Lösungen entwickelt. Voller Tatendrang und Motivation kam am Ende des Wochenendes ein grober Plan zustande und die Freude auf den Kirchentag steigt nun mit jedem Tag.  Neben den geplanten Ständen und Unterhaltungsangeboten, wird das eigentliche Ziel aber nicht aus den Augen verloren. Mit vielen kleinen Elementen und Aktionen soll die Zusammengehörigkeit der Gemeinden verdeutlicht werden und auch der Rhein darf in Berlin auf keinen Fall fehlen. Von nun an sollen die ‚Rheinischen Dörfer‘  ein fester Bestandteil der Kirchentage in den nächsten Jahren werden.

Die ‚Rheinischen Dörfer‘ werden sich auf dem Kirchentag in Berlin im Zentrum Jugend befinden, wer also Lust hat vorbeizuschauen kann dies gerne tun und wer das Team vom 24. bis zum 28. Mai in Berlin unterstützen möchte, meldet sich bitte bei Philipp Lavall unter der E-Mail Adresse p.lavall@evkschaffhausen.de.

Flipchart

 

MISSION LUTHER 2 – Auf den Spuren der Reformation

Vom 07.Oktober bis zum 12.Oktober 2016 fuhren 16 Jugendliche mit 3 Betreuern los um sich mit dem Thema Reformation auseinanderzusetzen. Im Rahmen der Lutherstaffel anlässlich des Reformationsjubiläums wurden so die Städte Straßburg, Zürich und Heidelberg angefahren.
In den täglich geführten Interviews berichten die Jugendlichen von ihren Highlights.
Ein Film von Clara Schumann (News4U)

MISSION LUTHER – Auf den Spuren der Reformation

Ein Bildungsprojekt vom Evangelischen Jugendpfarramt Köln, der Evangelischen Krichengemeinde Köln-Höhenhaus und der Evangelischen Kirchengemeinde Lindlar. 16 Jugendliche und 3 Betreuer auf einer Reise ins Ungewisse auf den Spuren der Reformation. Hier schon Mal ein kleiner Film der Gruppe. Bald gibt es noch mehr!

Vom 07.Oktober bis zum 12.Oktober 2016 fuhren 16 Jugendliche mit 3 Betreuern los um sich mit dem Thema Reformation auseinanderzusetzen. Im Rahmen der Lutherstaffel anlässlich des Reformationsjubiläums wurden so die Städte Straßburg, Zürich und Heidelberg angefahren.
In den täglich geführten Interviews berichten die Jugendlichen von ihren Highlights.
Ein Film von Clara Schumann (News4U)